Erstveröffentlichung: 14. Februar 2019; Version: 14. 2. 2021

Es geschah vor 2.588.000 Jahren
CoConAT: Die Kobalt-Kongo-Asteroid-These als Ursache der Eiszeiten
von Geologe Dr. Heinrich Winkler, Österreich

Erstveröffentlichung: alle Rechte vorbehalten

Die Kobalt-Kongo-Asteroid-These:

Meine Abhandlung ist nicht einfach, sie verstößt gegen die geltende Lehrmeinung. Dies ist kein Tatsachenbericht, dies ist eine These nach den Gesetzen der Logik (These, Antithese, Synthese) mit folgendem Inhalt: "Der Kongoimpakt als Beginn des Eiszeitalters". Vorrangiges Ziel meiner These sind konkrete Aussagen von Fachleuten der verschiedenen Wissenschaften, was geschah wirklich vor 2,588 Mio Jahren? Die Ursache für den Beginn der Eiszeiten ist wichtig auch für deren Ende in heutiger Zeit (Holozän, Anthropozän). Meine Abhandlung ist spannend wie eine Detektivgeschichte und ich erwarte viele großartige Detektive für eine Synthese der Ursache des Beginns der Eiszeiten.

Der Beginn des Eiszeitalters liegt nach INQUA (2006), IUGS (2009) und ICS (2009) am Beginn des Quartärs vor 2,588 Mio Jahren an der Grenze Pliozän/Pleistozän (am Beginn Gelasium, benannt nach Gela auf Sizilien). Zu diesem Zeitpunkt erfolgt eine Umpolung des Magnetfeldes der Erde (Gauss-Matuyama-Grenze: magnetische Polaritäts-Chronozone C2n Olduvai). Die Westantarktis und Grönland waren ohne Eis (Maureen Raymo). Der Meeresspiegel lag ca. 15 m bis 20 m höher. Die Durchschnittstemperatur der Erde fällt schlagartig um 15°K. Die arktische Polkappe, Grönland und die Westantarktis beginnen zu vereisen. Im Meer sterben unmittelbar kalkige Nannoplankton-Leitfossilien aus (Discoaster pentaradiatus, Discoaster surculus und Discoaster brouweri an der Basis der Zone NC13) und es gibt ein Massensterben in der marinen Megafauna (Wale, Haie, Schildkröten). Nach 250 Mio. Jahren beginnen erstmals wieder Eiszeiten. Eine konkrete Ursache für die Auslösung der Eiszeiten wurde bisher nicht angegeben. Der Auslöser der Eiszeiten soll hier mit einer These anhand vorhandener Indizien und Tatsachen dargelegt werden.

Ein >30 km großer Fe-Cu-Ni-Co-Asteroid wird vor 2,588 Mio. Jahren im polaren Orbit (ähnlich wie der Mond oder ein Satellit) der Erde eingefangen. Unter eine Höhe von 35.800 km nähert er sich mit jeder Erdumkreisung über die Pole der Erdoberfläche. Er trifft im Kongo rechtwinkelig und vor allem horizontal den Äquator wie ein Schlag auf den Rand eines Kreisels, die „Bremsspur“ ist 2000 km lang von Katanga bis Bangui, die tektonischen Randgräben links und rechts zum äquatorialen „Streifschuss“ mit ihren Flüssen in den Randgräben sind auf einer randlichen Breite von 900 km vorhanden. Da ein Einschlagdurchmesser etwa 30-mal größer als der Asteroid ist, ist dieser hier mindestens 30 km groß gewesen.

Die kinetische Energie (Einschlag-Energie) wird vor allem in Reibungsenergie, Hitze und tektonischen Druck auf die Erdkruste umgewandelt und wirbelt den überhitzten Staub in die Stratosphäre empor. Diese sandige, metallhältige Glutwolke zieht vom Kongo und der Bangui-Anomalie nach Ost entlang des Äquators (+/-20° Breitegrade) ähnlich einer vereinten innertropischen Konvergenzzone (ITKZ)über Ostafrika, Indischem Ozean, Südindien, Sri Lanka, Thailand und Australien (Gold und Opale an der Oberfläche?). Der aus dem Sting Jet abregnende Staub lässt über dem Pazifik bis Hawaii zuerst Kobaltkruste entstehen, dann in Richtung Mittelamerika kobalthältige Manganknollen (Manganknollengürtel im Indischen und Pazifischen Ozean). Die Manganknollen kommen nur an der Oberfläche des Meeresbodens vor, sie sind geologisch einzigartig, in anderen geologischen Stratigraphien unbekannt und wegen mangelnder Abdeckung durch Tiefsee-Sedimente daher geologisch jung. Der metallhältige Staub verteilt sich über die ganze Erde (als neue geologische Quartär-Leitformation mit Magnetpartikel), ähnlich der Iridium-Platin-Osmium-Anomalie an der K-T-Grenze (66 Mio Jahre) durch den Kometeneinschlag in Yukatan.

Der Einschlag führt gleichzeitig zu großen tektonischen Kontinentalbeben. Im Osten des Kongobeckens entsteht das Rift Vally mit den acht Vulkanen der Virungakette und mit dem Ngorogoro, ebenso zeitgleich auch der Krakatau wie auch viele andere Vulkane. Die Meeresverbindung von Pazifik und Atlantik im Raum Panama wird durch die entstehenden, mittelamerikanischen Vulkane und die pasadenische Faltung unterbrochen.

Die warme Meeresströmung vom Pazifik in den Atlantik und zur Arktis wird unterbrochen und es bildet sich der kleinere Golfstrom in Richtung Europa (30 Mio l/sec warmes Wasser als thermohaline Zirkulation, N-Europa wird kühler). Auch Afrika wird nach Europa geschoben (Gibraltar geschlossen?, Mittelmeer ausgetrocknet?, Entstehung der Adria?). Die ehemals stabile Erdachse (Ekliptikschiefe 23,3°) taumelt ab Einschlag um +/-1,2° (Obliquität) und die Sonnenumlaufbahn ändert sich. Die Anzahl der Tage im Jahr wird weniger, nachweisbar wäre es an täglichen Anwachsstreifen von Korallen oder Schwämmen je Jahr.

Aufgrund der taumelnden Erdachse mit der zyklenartig geänderten Sonneneinstrahlung auf die Polkappen treten nach 250 Mio. Jahren erstmals wieder Eiszeiten auf. Der thermische Verlauf der acht (?) Eiszeiten wird wie bisher durch die Zyklen-Berechnungen der Sonneneinstrahlung von Milutin Milankovic (1924) erklärt.

Bangui-Magnet-Anomalie:

Die Bangui Magnet Anomalie (BMA) ist die stärkste Magnetanomalie der Erde und liegt in der Zentralafrikanischen Republik. Sie erstreckt sich 250 km von NW nach SO und etwa 100 km von NO nach SW, sie hat vier Magnetmaxima mit etwa je 50 km Durchmesser, sie reicht im Westen 38 km und im Osten 54 km in die Tiefe. Zur Grenze von Kamerun liegt ein weiterer Anomalie-Punkt. Nach gängiger Literatur ist sie durch eine eisenreiche mafische Quelle verursacht. Eine magnetische Anomalie bis in diese Tiefe ist infolge mangelnder Tektonik im Kraton, mafischer Separation und Aufschmelzung geologisch aber nicht erklärbar. Südöstlich angrenzend liegt als Gegenstück eine vergleichbar große, massive Magnet-Anomalie, aber als gegensätzliche Magnetschwächeanomalie.

Kongobecken:

Das Kongobecken auf 300 m Seehöhe ist eine bis in 4 km Tiefe stark zermürbte, ungeschichtete „Sandgrube“ (Porenraum = Massendefizit = geringere Gravitation). Der felsige Gebirgskörper beginnt erst in einer Tiefe von 4 km, einzigartig für einen Kraton und bisher ohne Erklärung. Diese ovale Schale ist auch am Abflussort zum Atlantik auf 284 m (Kinshasa) aufgebogen. Der Kongo ist der einzige große Fluss weltweit, der zur Meeresküste eine Stufe überwinden muss, diese Stufe noch nicht nach unten erodiert hat, der auch kein Delta hat und durch Turbidite ein 1500 km langes und 30 km breites untermeerisches Tal im Kontinentalsockel gebildet hat. Er ist also geologisch sehr jung. Außerdem ist höchst ungewöhnlich, dass der Kongo­fluß ohne tektonische Ursache (keine Subduktionszone) im Flachland teilweise über 150 m tief ist, ohne dass diese Tiefen durch die jährlichen Überschwemmungen erodiert oder aufgefüllt worden wären, er muß also geologisch jung sein, ganz anders wie etwa der lange west- und nach andiner Gebirgsbildung jetzt ostfließende Amazonas mit seinem alten Habitat. Brunnenbohrungen im Kongobecken haben bis 100 m Tiefe nur rotgefärbtes Sediment und rotes Grundwasser ergeben, wogegen tropisch bedingte Lateritböden (tropische Verwitterung mit Resteisen) nur einige Meter tief reichen. Eine Rotfärbung von Sedimenten weist üblicherweise auf hohe Bildungstemperaturen hin.

Morphologisch auffällig ist, dass im flachen Kongobecken die Scharen von parallelen Flüssen aus Angola und Katanga erst konvex nach Nord und dann nach NW abgelenkt fließen, wie in einem parallelen Grabensystem. Die Flußrichtungen in der geraden Asteroiden-Sturzbahnmitte von Kasai weichen erst nach dem Kongo nach einer größeren Bremsverzögerung in Richtung Bangui bogenförmig um 300 km nach West (Corioliskraft) ab. Bei 40.000 km Erdumfang entspricht dies einer Ereigniszeit des Asteroiden“gleitens“ von geschätzt 15 Minuten für die 2000 km (Asteroid vo ist 28.490 km/h nach Schuler-Periode für einen Orbit in 89 Minuten, zu je 1.700 km in 6 Minuten und zu je 300 km in 9 Minuten bei einer Bremsverzögerung a = -100 m/s²). Die Anlage der überlangen, parallelen Flüsse quer durch die Berge und Ebenen des Südkongobeckens ist am ehesten mit einer Art langgestreckter Grabenbruchtektonik des streifenden Einschlages erklärbar.

Kobalt und Erzprovinzen:

In Katanga und Bangui gibt es rein metallische Kobaltvorkommen, die es sonst auf der Erde nicht gibt. Kobalt ist stark ferromagnetisch und kann in seiner metallischen Form nur von einem metallischen Asteroiden stammen, dieser Metallgehalt erklärt auch die enorme Bangui-Magnetanomalie. 2/3 des kontinentalen Weltvorkommens an Kobalt liegen im südlichen Kongo­becken, teilweise radioaktiv durch hohen Urangehalt im Erz (weltgrößte Kobaltmine Mutanda), wegen des hohen radioaktiven Gehalts würden Exportlimits überschritten werden. Auch Rhenium-Osmium-Gehalte sind typisch für reiche Kobaltlager im Kongo (Nicolas Saintilan, ETH Zürich, 2018). Sonstige typisch extraterrestrische Erzvorkommen sind reich und oberflächlich gehäuft in klastischen Lockersedimenten. Die Demokratische Republik Kongo hat eines der größten Vorkommen von Nichteisenmetallen in der Welt (USGS). Am Ende der Gleitbahn in Bangui sind die 5 Bruchstücke des Asteroiden durch die Erdkruste 30 km tief bis auf den Erdmantel versunken, da sie sehr schwer waren (spezifisches Gewicht: Kobalt 9 g/cm³, Eisen 8 g/cm³, Kobalterze 6 g/cm³ und Magnetit und Pyrit 5 g/cm³), im Prinzip der umgekehrte Effekt eines Salzdiapirs. Ein Beispiel für einen Eisen-Nickel-Metall-Asteroiden ist der 3 km große Asteroid 1986 DA mit 10.000 to Gold und 100.000 to Platin und der kraterlose 50 to Hoba-Meteorit in Namibia (82% Fe, 16% Ni, 1% Co; die Kalahari besteht aus lockerem Sand) und die Cape York Meteoritenteile (20 to Akpalilik: Fe 90%, Ni 9%) von der Oberfläche von NW-Grönland. Auch der Erdkern besteht aus NiFe.

Die sonstigen Erzvorkommen in Katanga sind reich und in gestörten oberflächennahen Sedimenten. Kobalt (Erzgehalt kleiner 10%) kommt gemischt mit Nickel als Sand bis handgroße Stücke vor. Der Abbau erfolgt z.T. in offenen Erdlöchern in verkittetem Gesteinsbruch: ZDFinfo 5. 3. 2020. Die Genese dieser Erze ist auf eine Impaktmetamorphose zu untersuchen, bisher wurde eine hydrothermale oder synsedimentäre Genese angenommen. Ein eindeutiger Nachweis für den Einschlag ist Coesit (Hochdruckform des Quarzes), evtl. auch Stishovit, Impaktglas und Diamantenstaub. Eine Expedition in den Kongo könnte Nachweise liefern. Leichtere Sandsedimente aus der Wolke decken dann gradiert alles zu, sodass Kobalt meist tiefer als 10 m unter der Oberfläche liegt. In der verlängerten Flugbahn lagerte sich in Mali ein oberflächennahes Goldnuggetfeld aus einem Asteroidenbruchstück ab (Schmelzseparation), das König Mansa Musa im 14. Jahrhundert zum reichsten Mann aller Zeiten machte.
Für diesen Zeitpunkt ist auch in SO-Asien/Australien ein Streufeld von Tektiten nachgewiesen, ein Impakt ohne Krater (Alexander Tollmann). Der Impakt von Tenoumer (Mauretanien, 1,9 km Durchmesser des Kraters), die Richat-Struktur ("Auge von Afrika", eine Kreisform aus Kieselbreccien mit konzentrischen, bläulichen Ringen mit einem Durchmesser von 40 km in Mauretanien) und vier weitere Krater könnten ein Teilstück in der verlängerten Flugbahn des Kongoimpaktes sein, ebenso kann der 31 km große Hiawatha-Krater (unter einer 900 m dicken Eisschicht, 180 km Nordwest ist ein kleinerer Krater) durch ein 1 km großes, zerschelltes Teilstück des Asteroiden in NW-Grönland entstanden sein.
Nicolas St.Fleur: www.nytimes.com/2018/11/14/science/greenland-ice-crater.html: "Der Hiawatha Krater ist etwa 300 m tief und hat 31 km Durchmesser, ... "Es wurden Exemplare von Hochdruckquarz gefunden, die auf einen gewaltigen Impakt zu Eiszeitbeginn hinweisen. Ein großer Fluss enthält (Foto sc. meterdicke) Sedimente vom Boden des Krater-Eisschildes." ... "Die Sedimente in diesem Bereich haben hohe Konzentrationen von Nickel, Kobalt, Chrom, Gold und Platin, ein Indikator, dass es sich um einen Eisenmeteoriten gehandelt hat."
Kurt Kjaer (Dänemark) in Science Advances (2018): "...ein Krater mit Kreisstruktur, die ein Asteroid zurücklässt."
In Verlängerung der Flugbahn über Nova Scotia liegt auch das Kobalt-Streufeld von Ontario auf geologisch unterschiedlichen Formationen.

Auch die >41 m über dem Meer gelegene Ebene von Gela (locus typicus: postpliozäne Regression/kalabrische Transgression: Sedimente eines Tsunami?) liegt in der Impaktbahn-Verlängerung. Die Magnetpartikelablagerungen befinden sich bei den Gelasium-(Tsunami-)Breccien auflagernd, in den geschichteten Gelasium-Sedimenten an der Basis (selbst gefunden). In den basalen Sedimenten des Pleistozäns bzw. in deren eingeschnittenen Bächen ist der verdampfte magnetische Kobalt nachweisbar, das der feine Staub über die ganze Erde verteilt hat.
Kobaltstaub wurde teilweise zu den magnetischen Polen "abgesaugt", es gibt einen hohen Gehalt an Kobalt in Grönland und im südpolaren Rossmeer. US-Präsident und Geschäftsmann Trump wollte im August 2019 Grönland kaufen. Dänemark protestierte. NYT 23. April 2020: "Grönland erhält ein $12,1 Millionen Hilfspaket von den USA und nach Vorstellung von Trump wollen sie damit die halbautonome Insel kaufen". America first: Gehen damit die Kobalt-Abbaurechte eines EU-Landes an die USA?
Der antarktische Kobaltgehalt kann auch von einem möglichen Erstaufschlag eines früheren Umlaufes des Asteroiden in der Antarktis stammen und die westliche Beckenstruktur (800 km x 1800 km) mit dem Bentleygraben (-2538 m Depression, 1000 m hohe kenozoische Sprungtektonik, vierfach höherer geothermischer Wärmestrom) gebildet haben, die von den Vulkanen Mount Sidley, Mount Erebus, Mount Kirkpatrik und Mount Vinson und deren abnormalen, jungen Vulkanismus umgeben wird. Die signifikanten Kozentrationen an Eisen, Mangan und Kobalt im Rossmeer weisen auf eine derart mögliche Genese hin (Saito, M.A. et al.: "... dissolved cobalt in the Ross Sea." Pubmed 2010; Abigail E. Noble et al.: "... trace metals ... McMurdo Sound ...", Front Chem 30 Oct 2013). Die westantarktischen Gletscher fließen mit ihren basalen Sedimenten mit 4000 m/a in das Meer, der Gletscherschwund hat sich in den letzten 6 Jahren verdoppelt (2018).
Auch in Mitteleuropa sind an der Pleistozänbasis Magnetstaubteile mit Kobaltanteil (kleiner 0,1 mm schwarze Scheibchen unter dem Mikroskop) zu finden, ähnlich der Iridium-Platin-Anomalie an der K-T-Grenze vor 66 Mio. Jahren durch den Kometeneinschlag in Yukatan. Das weltweite Kobaltvorkommen ist zu 20 % an Land (davon 2/3 im Südkongo) und zu 80 % am Meeresboden (Manganknollengürtel) verteilt.

Guinea-Kongo-Florenreich:

Das Guinea-Kongobecken hat nach der Hitze des Einschlages mit totaler Lebensvernichtung ein eigenes Florenreich entwickelt. Im Kongobecken bilden sich anschließend an die Einschlag-Verwüstung großflächige Torflagerstätten. In Ostafrika verschwindet der Wald und wird durch eine Savanne ersetzt. Die tierische Neuentwicklung des verwüsteten Kongobeckens erfolgt unter großflächiger, konkurrenzloser, faunenleerer Umweltsituation. In der 2,588 Mio Jahre langen, lebensarmen Besiedelungs-Entwicklung führt dies eben deswegen zu kleineren (Waldelefanten) und friedlicheren Tiere (Bonobos: Grenze ist der Kongofluss). Gibt es eine kleinere Genvarianz? arte 9. 1.2021, 22:55 Uhr (8-686-489): Europa - Wiege der Menschheit? (Madeleine Böhme, Uni Tübingen): Graecopithecus freybergi wandert als erster aufrecht gehender Primat aus der Savanne in SO-Europa in die Savanne in Ostafrika ein. Der Mensch Homo habilis in Afrika verwendet um 2,4 Mio Jahren das erste Werkzeug und entwickelt sich in Ostafrika zum Homo sapiens.

Astronomie:

Die Einschlagrichtung des Asteroiden aus Süd quer zur Ekliptik und die transferro-Metalle in seinen afrikanischen Lagerstätten (Co (2/3 vom Weltvorkommen), Cu, Zn, Sn, Coltan (80% vom Weltvorkommen, Nb, Ta), Re, Os, Pt, Au, Pb, Th, U: Metallentstehung aus einer Supernova) können für eine interstellare Herkunft wie beim interstellaren Asteroiden 1I/'Oumuamua (1I/2017U1, Größe zwischen 400 m x 40 m bis 800 m x 80 m, rotmetallisch) vom 19. Okt. 2017 sprechen. Viele Lagerstätten haben ihr Erz von Impakten (Kiruna / Schweden, Wolfe-Creek-Crater in Australien: 50.000 to NiFe).
Der 1 km große Meteorit von Nördlingen vor 15 Mio. Jahren, der Tunguskaeinschlag 1909 und der 10 m große sibirische Komet Tscheljabinsk 2013 weisen auf die Häufigkeit eines Impaktes hin. Ein 100 m großer Asteroid (oder ein "ausgebrannter" Komet) kann alle 1000 Jahre auftreten (ergibt einen 3 km großen Krater), er kommt oft aus der Richtung der Sonne, er kommt am Tag, die Erkennung und Vorwarnzeit beträgt etwa 24 Stunden. Der Asteroid 1I/'Oumuamua wurde erst 5 Tage nach dem Vorbeiflug an der Erde entdeckt, ein Einschlagkrater wäre zwischen 2 km und 6 km groß gewesen.

Bergbau und Industrie:

Die wirtschaftliche Bedeutung der Abhandlung liegt einerseits in einer neuen Sicht der Erzgenese und andererseits im weltweiten Kobaltvorkommen, da Kobaltdioxid-Gel zu 3 % in Lithium-Ionen-Akkus als Kathode notwendig ist. Kobalt ist ein ferromagnetisches Metall mit der Atom-Ordnungszahl 27 in der Gruppe 9 des Periodensystems der Elemente. Der Weltkobalttag ist daher der 27. 9., so wie der 14. 3. der pi-Tag der Mathematiker ist. Die Minenproduktion von Kobalt hat im Jahr 2018 135.000 to (2019: 124.000 to) betragen, Kobalt ist ein Beiprodukt von Kupfer- und Nickelabbau. 3/4 sind für Legierungen, Superlegierungen, Elektrik, Farben und Katalyte. Die übrigen 34.000 to werden in 400 kg schweren e-Auto-Akkus eingebaut, das ergibt maximal 2,8 Mio e-Autos weltweit. 2019 wurden weltweit 2,3 Mio e-Autos gebaut, aber insgesamt 67 Mio Pkw. Die Akku-Fabriken sind in China (Präsident Xi Jinping ), 3% in Europa. E-Autos erhalten eine staatliche Förderung bis zu Euro 5.000,--. Die Akkus werden auch mit Strom aus Kohlekraftwerken aufgeladen. Es gibt für Auto-Akkus kein Pfand und kein Recycling von Kobalt, es gibt trotz Pflicht auch keine Rücknahme von Altakkus (bike, roller). Kobalt ist giftig und die geschredderten Restteile des Akkus müssen wegen des giftigen Kobalts auf Sondermülldeponien entsorgt werden.
7.6.2019: Deutscher Wirtschaftsminister Altmaier in China (er will in Deutschland eine Fabrik für 7 Mio Akkus bauen): kein Kobalt für Deutschland; Zwölfte Chinareise / Wuhan von Merkel: "Klimaschutz ist Verantwortung für alle" (Tagesschau.de 7. 9. 2019); "Merkels Reise in die Zukunft" (sueddeutsche 5. 9. 2019): kein Kobalt für Deutschland. Gibt es aus China Kobalt für die EU? Sind die EU-Akku-Fabriken in Nersac / Südfrankreich ( Macron 31. 1. 2020) und in Münster / Norddeutschland (11. 7. 2019) damit möglich?
Financial Times 16. Juni 2020: "Tesla plant die Verwendung von Kobalt von Glencore in den neuen Gigafactorys in Berlin und Shanghai (6.000 to/a, $ 30.000/to Co)". Gigafactory4 in Berlin: 2. Juli 2020: Tesla widerruft die Genehmigung für die Produktion von e-Akkus; 10. Dezember 2020: focus/Der Tagesspiegel: Oberverwaltungsgericht (OVG 11 S 127/20) Berlin-Brandenburg: Rodungsstopp auf 82,8 ha großen Kiefernforst auf Tesla-Baustelle in Grünheide; 19. Dezember 2020: Der Tagesspiegel / focus: Landesamt für Umwelt stoppt die Arbeiten auf der Tesla-Baustelle wegen nicht erbrachter Sicherheitsleistungen (Kaution von €100 Mio) für entwaige Rückbaukosten. Krone 8. 1. 2021: Tesla-Boss Musk ist reichster Mensch der Welt mit 185 Mia $ dank Kursanstieg der Tesla-Aktie (2020: + 700 %, 499.550 Tesla ausgeliefert, $ 500 Mio Gewinn, keine Halde, aber Wartezeit!). 15. 1. 2021: Tesla erlegt Kaution von € 100 Mio. 20. 1. 2021: Baustopp aufgehoben. 26. 1. 2021: Musk will Fabrik für Batterie ohne Kobalt. 28. 1. 2021 ntv: Tesla -4 %: "Tesla verfehlt Erwartungen trotz Jahresgewinn von € 500 Mio. Bricht Tesla jetzt richtig ein??" cnn 2. 2. 2021: Tesla ruft 135.000 Autos zurück.

Science News 2018 (Prof. Robert Creaser, Uni Alberta, Canada), Earth's cobalt deposits: "Kobalt ermöglicht wiederaufladbare Akkus ohne Überhitzung als Energiespeicher. Es ist ein strategisches Metall für die technologische Revolution, entscheidend in der Anwendung und das Mittel für den Klimawandel." focus 17. 10. 2020: Fraunhofer-Batterieexperte Kai-Christian Möller sagt: "Die Lithium-Ionen Batterie wird uns sicher noch die nächsten zehn bis 15 Jahre erhalten bleiben.", auf Kobalt kann also nachweislich nicht verzichtet werden. Kobalt bestimmt den Ladezyklus (Akku-Lebensdauer). Nature Reviews Material March 2018, HIU & KIT, Karlsruhe: Dr. C. Vaalma, Dr. D. Buchholz: "Die verschiedenen Akku-Anwendungen zeigen, dass ein Mangel und eine Preissteigerung von Kobalt zu erwarten sind, weil die Kobaltnachfrage für Batterien doppelt so hoch sein wird wie die heute bekannten Reserven."
Ist Tesla (2020: 499.550 Tesla) an der Börse mit einem Börsewert höher als alle deutschen Autoproduzenten (VW: 9 Mio Pkw) zusammen nicht überbewertet? Warum steigt Japan bei den e-Autos und Benzinmotoren aus und verkauft bereits Pkw mit Wasserstoffantrieb schon in zweiter Generation (Toyota Mirai, 1. Generation 2014)? Die Spedition Weiss in der Schweiz fährt Lkw mit Wasserstofftechnik.

Die Kobalt Rechnung:

Pkw-Produktion 2019: 67 Mio, davon 2,3 Mio e-Autos mit Wartezeit
Kobalt Bergbau 2019: 124.000 to (nur terrestrisch, nicht erweiterbar)
Kobalt in Akkus: 3% in Mobiles, Laptop, e-Bike, Akku-Geräte, ...
e-Auto Akku: 400 kg
3% Kobalt im Auto Akku: 12 kg
1/4 Kobalt für e-Autos: 124.000 to / 4 = 31.000 to Kobalt (3/4 in Akku-Geräten, Farben, (Super-)Legierungen, Katalyte)
e-Autos maximal: 31.000.000 kg / 12 kg = max. 2,6 Mio e-Autos weltweit

Das e-Auto kann den Verbrennungsmotor also nicht ersetzen.

Der pazifische Manganknollengürtel wurde von der UN-Seerechtskommission UNCLOS (IOS International Seabed Authority) an zwanzig Länder (nicht an Firmen) als insgesamt 1.000.000 km² (dreifache Fläche Deutschlands) großes Abbaurecht (claim) zum Abbau durch großflächiges Bodenabfräsen der kartoffelgroßen, porösen Manganknollen (DeepGreen NORI Project 2018: 13 kg/m² nass (mind. 4 kg/m²): Mn 29%, Fe 6%, Ni und Cu je 1%, Co 0,2% und giftige Polymetallic: https://deep.green/43-101-technical-report-for-the-nori-clarion-clipperton-zone-project-pacific-ocean/) und Aufbereitung freigegeben. Die Manganknollen sind im obersten halben Meter des Meeresbodens, auch in der 800 km breiten und quer über den Pazifik verlaufenden, 7000 km langen Clarion-Clipperton-Zone (von Papua nach Nordmexiko) vorhanden. Diese "Erzzone" wird im Norden von der Clarion-Bruchzone und im Süden von der Clipperton-Bruchzone begrenzt. Die Vererzung soll aus diesen beiden Bruchzonen stammen. Allerdings sind die NORI-Project-Area 1A, 1B und 1C mehr als 200 km von diesen Bruchlinien entfernt und haben in den Analysen eine sehr geringe Mineralvariation, was eine derartige Erzgenese praktisch ausschließt und eher auf ein "mineralisches Abregnen" verweist, ebenso wie die Manganknollenvorkommen auf anderen Meeresböden. Wenn sich der Tiefseeton mit 1 mm in 5000 Jahren ablagert und die Manganknollen im oberen halben Meter des Meeresbodens liegen, dann würden sie 2,588 Mio Jahre alt sein. Will man 120.000 to Kobalt (= nur 10 Mio e-Autos) gewinnen, müssten pro Tag in 4000 m Tiefe auf 20 km² mit 10 m breiten Unterwasser-Baggern 160.000 to Manganknollen abgebaut und verarbeitet werden. Beim Abbau verteilen die Meeresströmungen das trübe Wasser mit dem giftigen Erzschlamm und dem roten, schwebenden Tiefseeton (1 µm) im ganzen Pazifik. Der Pazifik ist der größte Lebensraum der Welt.

Ein Puzzle aus vielen Antworten und Kobalt ist der Schlüssel.

Plan:
worldcobaltday 9/27 am 27. 9. 2021
in einem Jahr ein "2.588 Symposium", in 2 Jahren eine Expedition in den Kongo
Publikation in Zeitschriften (reprinting) und Honorar je Exemplar: €cent 2,588;
mail für wordcopy, Zeitungs-Vorabdruck als pdf an: kobalt@geologe-winkler.at

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