Erstveröffentlichung: 14. Februar 2019

Der Kongoimpakt: Ursache der Eiszeiten
von Dr. Heinrich Winkler (Erstveröffentlichung, alle Rechte vorbehalten)

Die These:

Der Beginn des Eiszeitalters liegt nach INQUA (2006), IUGS (2009) und ICS (2009) am Beginn des Quartärs vor 2,588 Mio Jahren an der Grenze Pliozän/Pleistozän (am Beginn Gelasium, benannt nach Gela auf Sizilien). Zu diesem Zeitpunkt erfolgt eine Umpolung des Magnetfeldes der Erde (Gauss-Matuyama-Grenze: magnetische Polaritäts-Chronozone C2n Olduvai). Die Durchschnittstemperatur der Erde fällt schlagartig um 15°C. Die arktische Polkappe der Erde beginnt zu vereisen. Im Meer sterben unmittelbar kalkige Nannoplankton-Leitfossilien aus (Discoaster pentaradiatus, Discoaster surculus und Discoaster brouweri an der Basis der Zone NC13). Eine konkrete Ursache für die Auslösung der Eiszeiten wurde bisher nicht angegeben. Der Auslöser der Eiszeiten soll hier mit einer These anhand vorhandener Indizien und Tatsachen dargelegt werden.

Ein 30 km großer Komet trifft vor 2,588 Mio Jahren im Kongo rechtwinkelig und vor allem horizontal den Äquator (wie ein Schlag auf den Rand eines Kreisels), die „Bremsspur“ ist 2000 km lang von Katanga bis Bangui, die tektonischen Randgräben links und rechts zum äquatorialen „Streifschuss“ mit ihren Stufenflüssen sind auf einer Breite von 900 km vorhanden. Da ein Einschlagdurchmesser etwa 30-mal größer als der Komet ist, ist dieser Komet hier 30 km groß gewesen. Die kinetische Energie (Einschlag­energie) wird vor allem in Reibungsenergie und tektonischen Druck an der Erdkruste umgewandelt und wirbelt den überhitzten Staub in die Stratosphäre empor. Diese sandige Staubwolke zieht vom Kongo und der Bangui-Anomalie nach Ost und läßt über Ostafrika, Sri Lanka und Thailand, Australien (Entstehung der Opale?) und dem Pazifik den Sand „abregnen“, der feine Staub selbst hüllt die ganze Erde ein. Nach 250 Mio Jahren beginnen erstmals wieder Eiszeiten.

Der Einschlag führt gleichzeitig zu großen tektonischen Kontinentalbeben. Im Osten des Kongobeckens entstehen die randlichen Vulkane wie etwa die der Virungakette, ebenso entsteht zeitgleich der Krakatau so wie auch andere Vulkane. Die Meeresverbindung von Pazifik und Atlantik im Raum Panama wird durch die entstehenden, mittelamerikanischen Vulkane unterbrochen. Die warme Meeresströmung vom Pazifik in den Atlantik und zur Arktis wird unterbrochen und es bildet sich der kleinere Golfstrom in Richtung Europa (30 Mio l/sec warmes Wasser als thermohaline Zirkulation).
Die ehemals stabile Erdachse (Deklination 23,5°) taumelt ab Einschlag um +/-1,5°. Die Erdentage werden länger, nachweisbar wäre es an täglichen Anwachsstreifen von Korallen oder Schwämmen je Jahr.
Aufgrund der taumelnden Erdachse mit der zyklenartig geänderten Sonneneinstrahlung auf die Polkappen treten nach 250 Mio Jahren (!) erstmals wieder Eiszeiten auf. Der thermische Verlauf der sechs Eiszeiten wird wie bisher durch die Zyklen-Berechnungen der Sonneneinstrahlung von Milutin Milankovic (1924) erklärt.

Bangui-Magnet-Anomalie:

Die Bangui Magnet Anomalie (BMA) ist die stärkste Magnetanomalie der Erde und liegt in der Zentralafrikanischen Republik. Sie erstreckt sich 250 km von NW nach SO und etwa 100 km von NO nach SW, sie hat vier Magnetmaxima mit etwa je 50 km Durchmesser, sie reicht im Westen 38 km und im Osten 54 km in die Tiefe. Zur Grenze von Kamerun liegt ein weiterer Anomalie-Punkt. Nach gängiger Literatur ist sie durch eine eisenreiche mafische Quelle verursacht. Eine magnetische Anomalie bis in diese Tiefe ist infolge mangelnder Tektonik, mafischer Separation und Aufschmelzung geologisch aber nicht erklärbar.
Südöstlich angrenzend liegt als Gegenstück eine vergleichbar große, massive Magnet-Anomalie, aber als gegensätzliche Magnetschwächeanomalie.

Kongobecken:

Das Kongobecken auf 300 m Seehöhe ist eine bis in 4 km Tiefe (also auch 4 km unter den Meeresspiegel reichende) stark zermürbte, ungeschichtete „Sandgrube“, wobei der felsige Gebirgskörper erst in einer Tiefe von 4 km beginnt, einzigartig für einen Kraton und bisher ohne Erklärung. Diese ovale Schale ist auch am Abflussort zum Atlantik auf 284 m (Kinshasa) aufgebogen. Der Kongo ist der einzige große Fluss weltweit, der zum Meer eine Stufe überwinden muss, diese Stufe noch nicht nach unten erodiert hat und auch kein Delta hat, er ist also geologisch sehr jung. Weiters hat er ein 1500 km langes und 32 km breites untermeerisches Tal im Kontinentalsockel, gebildet durch Turbiditströme.

Außerdem ist höchst ungewöhnlich, dass der Kongo­fluß ohne tektonische Ursache (keine Subduktionszone) im Flachland teilweise über 150 m tief ist, ohne dass diese Tiefen durch die jährlichen Überschwemmungen erodiert oder aufgefüllt worden wären, er muß also geologisch jung sein, ganz anders wie etwa der lange west- und jetzt ostfließende Amazonas mit seinem alten Habitat. Vergleichbar ist auch das Salzburger Becken, das seit 10.000 Jahren mit 250 m mächtigen Seeton aus dem glazialen Gletscherschutt aufgefüllt wurde. Als Erklärung für den bis 150 m tiefen Kongofluss verbleibt ein geologisch junger Kometeneinschlag. Brunnenbohrungen im Kongobecken haben bis 100 m Tiefe nur rotgefärbtes Sediment und rotes Grundwasser ergeben, wogegen tropisch bedingte Lateritböden (tropische Verwitterung mit Resteisen) nur einige Meter tief reichen. Eine Rotfärbung von Sedimenten weist üblicherweise auf hohe Bildungstemperaturen hin, hier um 500°C (Brand), aber wegen fehlender Aufschmelzung liegen sie deutlich unter 1000°C. Damit können noch keine Moldavite oder Gläser entstehen. Morphologisch auffällig ist, dass im flachen Kongobecken die Scharen von parallelen Flüssen aus Angola und Katanga erst konvex nach Nord und dann nach NW abgelenkt fließen, wie in einem parallelem Grabensystem. Die Flußrichtungen in der geraden Meteoriten-Sturzbahnmitte von Kasai weichen erst nach dem Kongo in Richtung Bangui bogenförmig um 300 km nach West ab, was bei 40.000 km Erdumfang für 24 Stunden einer Ereigniszeit des Meteoriten“gleitens“ von 12 Minuten für die 2000 km entsprechen würde (Meteorit vo über 10000 km/h).

Die Anlage der überlangen, parallelen Flüsse quer durch die Berge und Ebenen des Südkongobeckens ist am ehesten mit einer Art langgestreckter Grabenbruchtektonik des streifenden Einschlages erklärbar. Im Gegensatz dazu sind im Nördlinger Ries als oberflächliche Tektonikform des vertikalen Einschlages (Nachweis durch Coesit) radiale Bäche angelegt und beim Chiemgaumeteoriteneinschlag sind die Flachland-Flüsse, - wie deutscher Inn-Waldzeller Ache, Rott-Pram, Vils-Donau, Isar, Lech-Paar-Donau, - in konzentrischen Halbkreisen als Stufenbruchform angeordnet. Im angrenzenden Oberösterreich/Salzburg verlängert sich auch die tektonische Krümmungs-Struktur in der Molassebasis um das Chiemgauzentrum.

Kobalt und Erzprovinzen:

In Katanga und Bangui gibt es rein metallische Kobaltvorkommen, die es sonst auf der Erde nicht gibt. Kobalt ist stark ferromagnetisch und kann in seiner metallischen Form nur von einem Eisenmeteoriten stammen, dies erklärt auch die enorme Bangui-Magnetanomalie. 50% des Weltvorkommens an Kobalt liegen rund um das Kongo­becken. Sonstige typisch extraterrestrische Erzvorkommen wie Koltan (Nb, Ta), Gold, Eisen sind reich und oberflächlich gehäuft in eher gestörten Sedimenten.
Am Ende der Gleitbahn in Bangui sind die 5 Bruchstücke durch die Erdkruste 30 km tief bis auf den Erdmantel versunken, da sie sehr schwer waren (Kobalt 9 g/cm³, Eisen 8 g/cm³, Kobalterze 6 g/cm³ und Magnetit und Pyrit 5 g/cm³), im Prinzip der umgekehrte Effekt eines Salzdiapirs.
Die sonstigen Erzvorkommen in Katanga sind reich und in gestörten Sedimenten. Die Entstehung und die Verteilung dieser Erze ist auf eine Impaktmeta­mor­phose zu untersuchen. Ein eindeutiger Nachweis für den Hochdruck-Einschlag ist Coesit (Hochdruckform des Quarzes), evtl. auch Stishovit und Minidiamanten.
Auch sind Goldvorkommen am Rand des Einschlages ein Hinweis auf einen Impakt, sie sind beim „Schrammen“ verflüssigt und nach außen geschleudert worden. Leichtere Sedimente aus der Wolke decken dann alles zu.
Für diesen Zeitpunkt ist auch in SO-Asien/Australien ein Streufeld von Tektiten nachgewiesen, ein Impakt ohne Krater (Tollmann). Der Impakt von Tenoumer (Mauretanien, 1,9 km Durchmesser des Kraters) könnte ein Teilstück in der verlängerten Flugbahn des Kongoimpaktes sein.

Guinea-Kongo-Florenreich:

Das Guinea-Kongobecken hat nach der Hitze des Einschlages mit totaler Lebensvernichtung ein eigenes Florenreich entwickelt. Im Kongobecken bilden sich anschließend an die Einschlag-Verwüstung großflächige Torflagerstätten. Die tierische Neuentwicklung des verwüsteten Kongobeckens erfolgt unter großflächiger, konkurrenz­loser, faunenleerer Umweltsituation. In der 2,588 Mio Jahre langen, lebensarmen Besiedelungs-Entwicklung führt dies zu kleineren (Waldelefanten) und friedlicheren (Bonobos: Grenze ist der Kongofluß) Tieren.
Der Mensch Homo habilis in Afrika verwendet um 2,5 Mio Jahren das erste Werkzeug.

Allgemeine Bemerkungen:

Eine Expedition in den Kongo könnte Nachweise liefern. Ein etwa 100 m großer Meteorit kann alle 1000 Jahre auftreten. Der 1 km große Meteorit von Nördlingen ist vor 15 Mio. Jahren und der 1 km große Chiemgaumeteorit ist 465 vor Chr. eingeschlagen (Ende von Hallstatt, Hallstattbergwerk und der Hallstattzeit). Auch der Tunguskaeinschlag (1909) und der sibirische Komet (Tscheljabinsk 2013) weisen auf die Häufigkeit hin. Die Erkennung und Vorwarnzeit für einen z.B. 100 m großen Meteoriten (ergibt einen 3 km großer Krater) beträgt etwa 24 Stunden.

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